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Einführung

Ergebnisse prüfen: Wie du KI-Fehler erkennst, bevor sie rausgehen

KI-Fehler erkennst du mit einer festen Prüfroutine: Zahlen, Namen und Quellen nachschlagen, den Ton lesen, Fehlendes suchen. Nichts geht ungelesen raus.

Veröffentlicht am 10. März 2026

Auf einen Blick

  • Sprachmodelle erzeugen plausible Texte, keine geprüften. Der Fehler sieht aus wie Wahrheit.
  • Prüfen heißt: Zahlen, Namen, Daten, Quellen einzeln nachschlagen, nicht überfliegen.
  • Was fehlt, ist schwerer zu sehen als was falsch ist. Frag: Was hätte ich selbst geschrieben?
  • Die Prüfroutine steht in der KI-Regel, mit dem Namen der Person, die freigibt.

Kurz gesagt: KI-Fehler erkennst du, indem du jeden Text vor dem Versand mit einer festen Routine liest: Zahlen, Namen, Daten und Quellen einzeln nachschlagen, den Ton auf deinen Betrieb prüfen, nach dem suchen, was fehlt, und bei allem mit Folgen eine zweite Person draufschauen lassen. Sprachmodelle erzeugen plausible Texte, keine geprüften. Der typische Fehler fällt beim Überfliegen nicht auf, weil er gut klingt. Deshalb gilt in jedem Betrieb, der KI nutzt, ein einfacher Satz: Nichts geht ungelesen raus.

Warum KI-Fehler so gut aussehen

Ein Sprachmodell hat aus großen Textmengen gelernt, wie Sprache aussieht. Es schreibt deshalb flüssig, höflich und sicher, auch wenn der Inhalt erfunden ist. Der Fachbegriff dafür ist Halluzination: eine Fundstelle, die es nicht gibt, ein Gesetz mit falschem Inhalt, eine Zahl, die irgendwo herkommt, aber nicht aus eurem Angebot. Das Werkzeug weiß nicht, dass es falsch liegt, und es wird nicht unsicher dabei. Das unterscheidet KI-Fehler von menschlichen: Ein unsicherer Kollege formuliert vorsichtig. Das Modell nie.

Folge für die Prüfung: Du kannst dich nicht auf dein Gefühl verlassen, ob ein Text „richtig klingt“. Er klingt immer richtig.

Die fünf Stellen, an denen es schiefgeht

Aus unserer Erfahrung sind es immer dieselben Punkte.

Zahlen und Rechnungen: Preise, Mengen, Termine, Fristen. Das Modell übernimmt sie aus deinem Arbeitsauftrag, verrechnet sie aber gern oder rundet. Jede Zahl im Ergebnis gegen deine Vorlage halten.

Namen und Anreden: Aus „Frau Dr. Meier“ wird „Herr Meier“, aus dem Kunden vom letzten Auftrag der vom aktuellen. Peinlich, und beim Datenschutz ein Problem, wenn Angaben aus einem alten Gespräch im neuen Text auftauchen.

Quellen und Fundstellen: Gesetzesparagrafen, Urteile, Studien, Produktangaben. Alles, was nach Beleg aussieht, wird nachgeschlagen, nicht geglaubt. Für Kanzleien und Steuerberatungen ist das der wichtigste Punkt.

Ton: Der Text ist korrekt, klingt aber nach Konzern oder nach Werbung. Frag dich, ob ihr so redet. Wenn nicht, ist er noch nicht fertig.

Das Fehlende: der schwerste Fall. Das Modell lässt aus, was du nicht angegeben hast: den Hinweis auf die Anzahlung, die Ausnahme in der Zusatzvereinbarung, den Satz zur Frist. Frag dich: Was hätte ich selbst hineingeschrieben? Steht es drin?

Eine Prüfroutine, die im Alltag hält

Eine Routine, die zehn Minuten dauert, wird nach einer Woche übersprungen. Unsere Empfehlung ist darum abgestuft nach dem, was der Text anrichten kann.

Kurze Mails ohne Zahlen und Zusagen: einmal lesen, Anrede und Ton prüfen, raus. Texte mit Zahlen, Fristen, Preisen oder Zusagen: jede Zahl gegen die Quelle, jede Frist gegen den Kalender. Texte mit Fundstellen oder fachlichen Aussagen: jede Fundstelle nachschlagen, fachlich gegenlesen. Alles, was als Angebot, Vertrag oder Bescheid gilt: zweite Person. Wer das ist, steht in eurer KI-Regel, mit Namen.

Was der Arbeitsauftrag vorher leisten kann

Ein Teil der Fehler entsteht, weil der Arbeitsauftrag, im Fachjargon Prompt genannt, zu offen war. Wer schreibt „Formuliere ein Angebot für eine Badsanierung“, bekommt erfundene Positionen. Wer die Positionen, Preise und Bedingungen als Stichworte mitgibt und dazu schreibt „Nutze nur diese Angaben, erfinde nichts dazu“, bekommt weniger zu korrigieren. Die Vorlagen, die wir in der Einführung bauen, funktionieren nach diesem Muster. Sie ersetzen die Prüfung nicht, sie verkürzen sie.

Was sich nicht lohnt

Es lohnt sich nicht, jede Kleinigkeit doppelt prüfen zu lassen. Dann dauert die Freigabe länger als das Schreiben, und das Team lässt das Werkzeug liegen. Es lohnt sich auch nicht, KI für Texte zu nutzen, deren Prüfung Fachwissen braucht, das niemand im Betrieb hat. Wenn du nicht beurteilen kannst, ob die Aussage stimmt, gehört sie nicht aus deinem Haus. Dann schreibt sie ein Mensch mit dem Wissen, oder sie bleibt weg.

Was wir selbst machen

KI ist bei uns seit Jahren tägliches Werkzeug, für Entwürfe, Zusammenfassungen und Gliederungen. Alles, was rausgeht, wird gelesen, jede Zahl und jede Quelle nachgeschlagen. Kundendaten kommen in kein fremdes System, deshalb kann auch nichts aus einem alten Gespräch im neuen Text landen. Das steht so in unserer eigenen Regel.

Fazit

Prüfen ist der Teil der KI-Arbeit, den niemand abnehmen kann, und der Grund, warum wir bei der Zeitersparnis vorsichtig sind, siehe Warum wir keine Zeitersparnis in Prozent versprechen. Die Prüfroutine üben wir in der KI-Schulung an euren Texten, bis sie sitzt.

Häufige Fragen

Kann ich die KI ihr eigenes Ergebnis prüfen lassen?
Als zweiten Durchgang ja, als Ersatz für deine Prüfung nein. Ein zweiter Arbeitsauftrag wie „Prüfe diesen Text auf Fehler“ findet manchmal etwas. Er kann aber dieselben Erfindungen wiederholen, weil er dieselbe Grundlage hat. Die Freigabe bleibt beim Menschen.
Wie lange dauert das Prüfen im Verhältnis zum Schreiben?
Das hängt von der Textsorte ab. Bei einer Terminbestätigung sind es Sekunden. Bei einem Angebot mit Positionen oder einem Text mit Fundstellen kann die Prüfung länger dauern als der Entwurf. Deshalb nennen wir keine Zeitersparnis in Prozent.
Was tun, wenn ein Fehler doch rausgegangen ist?
Korrigieren, dem Empfänger gegenüber offen, und intern melden. Die KI-Regel sollte einen Abschnitt dafür haben. Wichtig ist, dass der Fehler ohne Schuldzuweisung besprochen wird, sonst meldet ihn das nächste Mal niemand.
Gibt es Aufgaben, bei denen man sich das Prüfen sparen kann?
Nur, wenn das Ergebnis nirgends hingeht: Ideen sammeln für dich allein, eine erste Gliederung, ein Text, den du ohnehin komplett umschreibst. Sobald etwas den Betrieb verlässt oder eine Entscheidung stützt, wird gelesen.

Lasst uns den Killefitz rausnehmen.

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir eine halbe Stunde gemeinsam, wo KI für deinen Betrieb sinnvoll ist. Und wo nicht.